300 Gäste beim Neujahrsempfang der Volksbank in Schaumburg, der Kreis-handwerkerschaft Schaumburg und dem Steuerberater-Ortsverband Schaumburg

Veranstalter ziehen positive Bilanz

Auf das neue Jahr angestoßen haben jetzt die Volksbank in Schaumburg mit den Schaumburger Handwerkern, Steuerberatern sowie Vertretern der Schaumburger Städte, Gemeinden, Kirchen und des Landkreises. 300 Gäste folgten der Einladung zum zehnten Neujahrsempfang in den Rathaussaal in Bückeburg. Joachim Schorling, Vorstandsmitglied der Volksbank in Schaumburg, begrüßte gemeinsam mit Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens und Gerald Siegmann, Vorsitzender des Steuerberater-Ortsverbandes Schaumburg, die Gäste. Sie zeigten sich mehrheitlich zufrieden mit der Entwicklung des abgelaufenen Wirtschaftsjahres.

 

Mit einer Erhöhung der Zinsen ist in den kommenden Jahren nicht zu rechnen

In seiner Rede machte Schorling darauf aufmerksam, dass der weltweite Handelsstreit und die Niedrigzinspolitik die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin belasten. Hinsichtlich des bevorstehenden Brexits hofft das Vorstandsmitglied auf eine vernünftige Zusammenarbeit und die Erstellung von gangbaren Regelungen bis Ende 2020. Er sei zuversichtlich, dass es ein einvernehmliches Ausscheiden gebe. Was alle bewegt, so Schorling, ist der Klimawandel. Der Landkreis Schaumburg sei als einziger in Niedersachsen in das Förderprogramm „für die Entwicklung und Förderung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ aufgenommen worden. „Das haben wir dem Engagement unseren Vertretern des Landkreises zu verdanken“, betonte das Vorstandsmitglied. Auch Banken werden sich zunehmend den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit annehmen und diese in ihre Geschäftsstrategien mit einbeziehen müssen.

Im Hinblick auf die EZB-Politik prognostiziert Schorling, dass sich unter Christine Lagarde die Geldpolitik nicht wesentlich ändern und die Nullzinspolitik fortgesetzt wird: „Die Zinsen werden m.E. noch längerfristig auf niedrigem Niveau bleiben“. Umso wichtiger sei es, „dass sich jeder mit seiner Vermögensstruktur auseinandersetze und wir als Bank unseren Mitgliedern und Kunden eine gute Anlageberatung und solide Vermögensstrukturierung anbieten“.

 

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 für die Volksbank in Schaumburg

Mit der Geschäftsentwicklung der Volksbank in Schaumburg im abgelaufenen Jahr ist das Vorstandsmitglied auch vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfeldes sehr zufrieden. Die vorläufige Bilanzsumme ist um rund 200 Millionen Euro auf 1,99 Milliarden Euro im Vergleich zu 2018 angewachsen. Es konnten positive Wachstumsraten im Einlagen- und Kreditbereich verzeichnet werden. Auf Basis ihres vorläufigen Ergebnisses rechnet die Volksbank in Schaumburg erneut mit Steuerzahlungen von mehr als 8 Millionen Euro. Davon kommen knapp die Hälfte als Gewerbesteuer den Kommunen in Schaumburg zugute.

Die Volksbank in Schaumburg schaut optimistisch in die Zukunft, weil sie laut Schorling „ein tragfähiges Geschäftsmodell und bestens ausgebildete sowie motivierte Mitarbeiter hat“. Verlässlichkeit und Kundenzufriedenheit zahlten sich aus“, so der Bankchef.

 

Schaumburger Handwerker sind mit wirtschaftlicher Entwicklung zufrieden                    

Auch Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. „Dem Handwerk geht es gut und auch für 2020 sind die Auftragsbücher gefüllt“, konstatiert Ahrens. Über 80 Prozent der Handwerker seien im Hinblick auf das neue Jahr positiv gestimmt. Als große Erfolge für das Handwerk verzeichnet Ahrens die erneute Einführung der Meisterpflicht in manchen Gewerken und die Installierung einer Energieagentur in Schaumburg. Die größte Freude aber bereite ihm die Tatsache, dass 2019 so viele junge Leute für die Handwerksausbildung begeistert werden konnten.

 

Dem Wahnsinn der Bürokratisierung auf der Spur   

Einen teils amüsanten, teils ernsten Einblick in die Bürokratisierung gibt Gerald Siegmann zum Neujahrsempfang. In seiner Rede ist er dem Wahnsinn der Bürokratisierung auf der Spur. Dabei sei die Einführung der Bonpflicht beispielsweise für Bäcker „nur der nunmehr für alle sichtbare kleine Teil des riesigen Bürokratiemonsters“. Seiner Meinung nach grenzt es fast an ein Wunder, dass es trotz der unzähligen Regelungen und Gesetze, die insbesondere Unternehmer plagen, in Deutschland noch immer relativ rund läuft.

 

Gastredner Sigmar Gabriel

Höhepunkt des Neujahrsempfangs war Gastredner Bundesminister a.D. Sigmar Gabriel. Er referierte zum Thema „Zeitenwende in der Weltpolitik – die neue Rolle Deutschlands“. In seinem Vortrag schilderte Gabriel, wie sich die Machtachsen der Welt verschieben und was das für Europa und Deutschland heißt. Dabei ging er u.a. der Frage nach „in welcher Welt unsere Kinder leben werden, wenn das nächste Jahrzehnt zu Ende geht“.

 

Sigmar Gabriel war von 2005 bis Herbst 2019 direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages und von 2009 bis 2017 Vorsitzender der SPD. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V.  sowie Partner für europäische Angelegenheiten bei der US-Denkfabrik Eurasia Group.