Neujahrsempfang der Volksbank in Schaumburg, Kreishandwerkerschaft Schaumburg und des Steuerberater-Ortsverbandes Schaumburg

Bückeburg, 23. Januar 2014

Gerald Hörhan referierte zum Thema „Always be nice to your banker: Der Buhmann der Nation ist wichtiger denn je!"

Auf das neue Jahr hat jetzt die Volksbank in Schaumburg mit den Schaumburger Handwerkern, Steuerberatern sowie Vertretern der Schaumburger Städte, Gemeinden und des Landkreises angestoßen. Mehr als 130 Gäste folgten der Einladung zum Neujahrsempfang in den Rathausaal nach Bückeburg.

Joachim Schorling, Vorstandsmitglied der Volksbank in Schaumburg, begrüßte gemeinsam mit dem Schaumburger Kreishandwerksmeister Horst Frensel und Gerhard Pompe, Vorsitzender des Steuerberater-Ortsverbandes Schaumburg, die Gäste. Sie zeigten sich mehrheitlich zufrieden mit der Entwicklung des abgelaufenen Wirtschaftsjahres und blickten zuversichtlich in das neue Jahr.

„Dem Handwerk geht es gut“, resümierte Horst Frensel in seiner Rede. Fast 90 Prozent der Betriebe in Niedersachsen stufen ihre Geschäftslage als „gut“ oder zumindest „befriedigend“ ein. Getragen werde diese Entwicklung nach Angaben der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN) in einem hohen Umfang von der Baukonjunktur sowohl im Bauhaupt- als auch im Ausbauhandwerk. Für das Gesamtjahr 2013 rechnet die LHN gemäß den internen Prognosen mit einem leichten Anstieg gegenüber 2012 um 0,8 Prozent auf 518 000 Beschäftigte. Bei den Umsätzen wird von einer knapp ein-prozentigen Steigerung auf 48,4 Milliarden Euro ausgegangen. Diese Entwicklung spiegele sich auch in Schaumburg wider. Auf die Handwerker kämen jedoch auch einige Risiken zu: „Die knapper werdenden Gewinnspannen trüben das Konjunkturbild, denn höhere Ausgaben für Energie, Rohstoffe und Material bereiteten große Sorgen. Kostensteigerungen für die sogenannte Erneuerbare-Energie-Gesetz-Umlage (EEG-Umlage) zur Förderung von Ökostrom seien dramatisch gestiegen“, so Frensel. Dennoch seien die Prognosen für das Handwerk 2014 insgesamt gut.

Und auch für Schaumburgs Handwerkerschaft sieht Frensel 2014 eine eher positive Entwicklung. Besonders der private Wohnungsbau nehme durch die niedrigen Zinssätze zu. „Wenn Geld so gut wie nichts kostet, wird auch nach wie vor mehr investiert“, betonte Frensel. Gerade das Baugewerbe habe nicht zuletzt wegen der milden Witterung einen besonders guten Start ins Jahr 2014 zu verzeichnen.

Über die positive wirtschaftliche Entwicklung in Schaumburg und die gute Zusammenarbeit zwischen Handwerkern, Steuerberatern und Banken freute sich Joachim Schorling: „Unsere Bank ist regional tätig und wir übernehmen gerne Verantwortung für den Landkreis Schaumburg.“ Dazu gehöre es, Netzwerke wie die genossenschaftliche Finanzgruppe für die Kunden nutzbar zu machen. „In Schaumburg gibt es“, so das Vorstandsmitglied, „viele gut geführte, gesunde und sehr innovative Unternehmen“. Zahlreiche Unternehmen stünden in den kommenden Jahren vor der Herausforderung, die Unternehmensnachfolge zu regeln und damit den Betrieb sowie die Arbeitsplätze zukunftsfähig für Schaumburg zu erhalten. Hier finde die Volksbank in Schaumburg gemeinsam mit den Unternehmen, der Wirtschaftsförderung in Schaumburg, der IHK und der Handwerkskammer erfolgreiche Lösungen. Und auch bei anderen Problemen helfen die Kontakte der Volksbank in Schaumburg. So bietet die Technologie und Wissen GmbH (Tewiss) der Universität Hannover für kleinere und mittlere Unternehmen Hilfestellungen zum Beispiel bei Produktentwicklung, Marketing, oder Arbeitsprozess-Strukturierungen.

Die Volksbank in Schaumburg ist erneut sehr zufrieden mit dem eigenen Geschäftsjahr 2013. „Wir konnten in allen wesentlichen Bilanzpositionen deutliche Wachstumsraten erzielen. Unser Geschäftsmodell funktioniert und wird von unseren Kunden geschätzt und honoriert“, erläuterte Schorling in seiner Rede. Im Firmenkundengeschäft seien deutliche Zuwachsraten von rund 10 Prozent Kreditwachstum im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Die Bilanzsumme überschreite erstmalig eine Milliarde Euro. 

Höhepunkt des Abends war der Vortrag des Gastredners Gerald Hörhan aus Österreich. Er referierte zum Thema "Always be nice to your banker: Der Buhmann der Nation ist wichtiger denn je".

 

Kurz zur Vita von Gerald Hörhan

Gerald Hörhan hat in Harvard Mathematik und BWL studiert und für die Unternehmensberatung McKinsey und die Investmentbank JP Morgan gearbeitet. Heute lebt der 38-Jährige als selbstständiger Berater, Investor und Buchautor in Wien. Sein Buch Investment Punk machte ihn im deutschsprachigen Raum bekannt. Hörhan war 2010 in verschiedenen Talkshows im deutschen Fernsehen zu Gast, u. a. im SWR (Nachtcafé), NDR/Radio Bremen (3 nach 9) und im ZDF (Peter Hahne). Seit dem Jahr 2011 betreibt Gerald Hörhan gemeinsam mit Harald Psaridis "Die Finanzschule". Am 31. Januar 2013 wurde in der Fernsehsendung Galileo ein Beitrag über Hörhan als Investment-Punk gesendet, in dem er erklärt, "wie man trotz Finanzkrise reich wird".[ Mittlerweile ist Hörhan zudem Gesellschafter und Vorstand einer international tätigen Investmentfirma namens Pallas Capital Holding AG mit Sitz in Wien. Seine Thesen: „Die Mittelschicht ist selbst schuld an ihrer finanziellen Lage, sie handelt dumm. Wir sind Konsumidioten und liefern uns so dem Finanzsystem aus. Kleinanleger lassen sich abzocken. Wahrer Leistungswille fehlt. Wir wollen frei sein, sind aber durch Schulden gefesselt“.