Volksbank in Schaumburg präsentierte gutes Geschäftsergebnis

Jörg Löhr und Prof. Dr. Raffelhüschen referierten zu Ortsversammlungen in Rinteln

Gute Geschäftsentwicklung
Eine gute Geschäftsentwicklung hat die Volksbank in Schaumburg ihren Mitgliedern zu den Ortsversammlungen im Brückentorsaal in Rinteln präsentiert. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden informierte Vorstandsmitglied Joachim Schorling rund 650 Mitglieder und Gäste über die geschäftliche Entwicklung und die Pläne des Schaumburger Bankinstituts.

Engagement für die Region
„Das Fundament unseres positiven Geschäftsverlaufs ist unsere Genossenschaftliche Beratung“, stellte Ansgar Haverkamp, Leiter der Volksbank-Marktbereiche Rinteln und Kirchhorsten-Obernkirchen heraus. „Wir beraten unsere Mitglieder fair und partnerschaftlich“. Die Volksbank in Schaumburg fördert jedes Jahr zahlreiche Projekte insbesondere mit Kindern und Jugendlichen in Schaumburg. Sie sieht sich darüber hinaus als verlässlicher Partner für die regionale Wirtschaft, finanziert viele heimische Betriebe und sichert damit Arbeitsplätze vor Ort. Außerdem erschließt die Bank wohnwirtschaftliche Projekte in Schaumburg, die die Attraktivität der Städte und Gemeinden maßgeblich erhöhen. Aktuell betreut die Bank die Baugebiete „Bockskamp“ in Rinteln, „An der Trift“ in Kathrinhagen und „Laßbrucher Weg“ in Silixen. Außerdem setzt sie sich für die Entwicklung und Vermarktung von Gewerbegebieten beispielsweise auf dem Braasgelände in Rinteln ein.

Die Bank in Zahlen
10 Prozent Wachstum der Bilanzsumme bei einem erneut überdurchschnittlich guten Betriebsergebnis verdeutlichen den Geschäftserfolg des Schaumburger Bankinstitutes. Im Kreditgeschäft konnte die Volksbank in Schaumburg die gute Entwicklung der Vorjahre fortsetzen. Mit einem Zuwachs von 9,7 Prozent auf 850 Millionen Euro lag sie sogar über den Planwerten. Dabei hält der Trend zu Finanzierungen mit langfristigen Zinsbindungen an. Die Kundeneinlagen der Bank sind im letzten Jahr um 5,4 Prozent auf 834 Millionen Euro gestiegen. Hier ist der Trend zu kurzfristigen Anlagen ungebrochen. „Wir sehen es als eine der wichtigsten Aufgaben an, unsere Kunden bei der Geldanlage zu beraten“, unterstrich Henning Sohl, Leiter Private Banking der Volksbank in Schaumburg. Die Herausforderungen durch die Nullzinspoltik machen es notwendig“, so Henning Sohl,  „sich insbesondere um die private Vorsorge unserer Kunden zu kümmern, um den Lebensstandard im Alter zu sichern“.

Jörg Löhr und Prof. Dr. Raffelhüschen – Höhepunkte der Ortsversammlungen
Als Höhepunkte der Ortsversammlungen waren zwei prominente Redner zu Gast. Am 24. August referierte Jörg Löhr, ehemaliger deutscher Handball-Nationalspieler und Persönlichkeitstrainer zum Thema „Wege zur Höchstleistung – was jeder einzelne im Beruf von Spitzensportlern lernen kann“.  Am 25. August sprach Prof. Dr. Bernd  Raffelhüschen zum Thema  „Demografie und Wohlstand im Alter - Eine was-wäre-wenn-Analyse“. Letzterer ist Wirtschaftsweiser, Finanzwissenschaftler und ein gefragter Politikberater in Sachen Rentenreform, soziale Sicherung und demographische Entwicklung.

Zum Vortrag von Jörg Löhr  
„Wege zur Höchstleistung – was jeder einzelne im Beruf von Spitzensportlern lernen kann“
Persönlichkeitstrainer und Referent Jörg Löhr kennt viele spannende Erfolgsgeschichten und weiß: „Mit Zufall hat persönlicher Erfolg meist nur wenig zu tun“. Viel wichtiger ist es, die eigenen Stärken zu (er-)kennen und zu nutzen, sich klare Ziele zu stecken. Für den ehemaligen Handballnationalspieler liefert der Spitzensport ein anschauliches Erfolgsmodell, an dem sich jeder orientieren kann.

Was macht Siegertypen aus? Vergleicht man die Karrieren von Champions aus dem Sport und aus der Wirtschaft, dann wird schnell deutlich: Es gibt übereinstimmende Eigenschaften und Strategien, die  persönlichen Erfolg befördern können. Das Erkennen und Nutzen der eigenen Potenziale gehört ebenso dazu wie klare Zielsetzungen.  Begeisterungsfähigkeit, Teamgeist und Disziplin, Kampfkraft und Konzentration. Ob Fußballer oder Skirennläufer, Manager oder Architekt – wer auf seinem Spielfeld besonders erfolgreich ist, hat meist viele dieser Eigenschaften.

Zum Vortrag von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen  
„Demografie u. Wohlstand im Alter - Eine was-wäre-wenn-Analyse“
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen ist eine Koryphäe in Sachen Rentenreform, soziale Sicherung und demographische Entwicklung. Insbesondere im Streit um die Zukunft der deutschen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung beweist er immer wieder Mut zu kontroversen Thesen. Dabei versteht er es, seine Themen amüsant und humorvoll zu präsentieren.
Der Finanzwissenschaftler verdeutlicht in seinem Vortrag die Konsequenzen des demographischen Wandels für die Nachhaltigkeit der Alterssicherung im Rahmen der demographischen Entwicklung in Deutschland. Immer mehr Menschen werden von immer weniger Beitrags- und Steuerzahlern immer länger versorgt. Für die Nachhaltigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Botschaft dabei durchwachsen: Die Reformen der Jahre 1992-2007 und dabei insbesondere die Einführung des Nachhaltigkeitsfaktors, die zukünftige nachgelagerte Besteuerung der Renten und die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters von 65 auf 67 bedeuten eine deutliche Milderung der Belastungen zukünftiger Generationen. Den zukünftigen Rentnergenerationen wird allerdings durch die Rentenversicherung nur eine Basisversorgung und keine Lebensstandardsicherung gewährt werden können. Für Letzteres müssen sie selbst über private oder betriebliche Altersvorsorge Ersparnisse anlegen – nur wie?

Interview mit Jörg Löhr:
 „Begeisterung ist der beste Brennstoff für erfolgreiches Handeln“

Herr Löhr, was ist der wichtigste Schlüssel für ein erfolgreiches Leben?
Ich würde sagen: Motivation. Begeisterung ist der beste Brennstoff für erfolgreiches Handeln. Wenn wir hochmotiviert sind, können wir enormes schaffen. Wir wachsen über uns selbst hinaus und können außergewöhnliche Leistungen bringen.

Wie kann ich mich am besten motivieren?
Am besten ist es, sich ein Ziel zu setzen. Eines, das so attraktiv ist, dass ich mich gerne dafür anstrenge. Aber auch eines, das ich realistisch aus eigener Kraft und in einem für mich noch überschaubaren Zeitraum erreichen kann. Ich sollte mir dieses Ziel in den buntesten Farben ausmalen. Ich sollte mein Ziel mit allen möglichen Sinnen wahrnehmen können.

Stress, Ärger, Frust – wie werde ich mit den üblichen Motivationskillern fertig?
Rückschläge gibt es immer, schlechte Tage sowieso. Das sollte ich, wie Top-Athleten auch, sportlich nehmen. Viele erfolgreiche Menschen haben auch Tiefs und schwierige Phasen durchlaufen. Viel wichtiger ist, dass ich mich nicht dauerhaft von meinem Ziel abbringen lasse, auch wenn ich manchmal Umwege gehen muss. Das Zielfoto im Kopf hilft dabei.

Stichwort: Übermotivation. Gibt es das überhaupt?
Sicher. Wir sollten uns immer bewusst machen, dass sich Erfolg nicht nur auf den beruflichen Erfolg reduzieren lässt. Auch im Privaten sollten wir uns Ziele stecken. Nach Phasen großer Anstrengung ist es wichtig, Phasen der Erholung einzuplanen. Kein Spitzensportler würde auf den Gedanken kommen das ganze Jahr durch zu powern. Um unsere Leistungsfähigkeit dauerhaft zu erhalten, braucht es eine gute Mischung aus An- und Entspannung.